CO2 Handel - der wilde Westen der Energiewirtschaft
Der April startete mit einem positiven Impuls: Die EUA-Preise legten zu. Die Aufwärtsbewegung wurde von einem soliden Handelsvolumen begleitet und verlief ohne nennenswerte Rücksetzer. Viele Marktteilnehmer führen den Anstieg auf technische Käufe zurück – ein plausibler Erklärungsansatz, da die fundamentalen Rahmenbedingungen unverändert blieben. Die zuvor niedrigeren Preise lockten zudem vermehrt Privatanleger an und verliehen dem Markt zusätzliche Unterstützung.
Trotz einer anhaltenden Netto-Long-Position von Investmentfonds kam es bislang kaum zu nennenswerten Abwärtsbewegungen. Zwar haben diese Fonds ihr Engagement deutlich von den jüngsten Höchstständen zurückgefahren, doch laut dem aktuellen CoT-Bericht halten sie weiterhin Positionen im Umfang von über 30 Millionen Tonnen.
Gleichzeitig könnten die CO₂-Preise in den kommenden Wochen unter Druck geraten. Belastend wirken US-Zölle auf EU-Exporte, sinkende Gaspreise sowie ein Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – Faktoren, die auf die EUA-Preise negativ einwirken könnten.