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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
01.04.2025

Terminmarkt

  • Der Leitkontrakt Cal 26 Phelix DE verzeichnet heute eine Aufwärtsbewegung, aktuell lieft der Leitkontrakt, Cal 26 Phelix DE bei etwa 87 EUR/MWh. Haupttreiber dieser Bewegung ist der gestiegene Gaspreis, gefolgt von den CO₂-Zertifikaten. Einige Marktanalysten sprechen von einer technischen Gegenbewegung, nachdem der Markt zuvor Verluste hinnehmen musste. Insgesamt bleibt die Richtung am Terminmarkt unklar. Ein entscheidender Einflussfaktor dürfte das Wetter sein – sowohl in Europa als auch weltweit. Die Volatilität dürfte also weiterhin hoch bleiben.

Brennstoffe und CO2

  • Der Erdgaspreis zeigt sich heute fester. Für das kommende Lieferjahr liegt der Preis aktuell knapp unter 37 EUR/MWh, während der Frontmonat Mai mit über 42 EUR/MWh handelt! Als Gründe für den Anstieg werden in einigen Analysen Geopolitik genannt. Gleichzeitig dürfte auch das Wetter eine Rolle spielen: Ab dem Wochenende werden in Teilen Europas nochmals winterliche Bedingungen erwartet, was die Nachfrage stützen könnte. Die Füllstände der Gasspeicher sind vergleichsweise niedrig – im europäischen Schnitt bei 33,7 %, in Deutschland sogar nur bei 28,8 %. Zwar sind zahlreiche LNG-Tanker, vor allem aus den USA, bereits auf dem Weg nach Europa, dennoch bleibt die Versorgungslage angespannt und der Markt sensibel gegenüber weiteren Störungen. 

  • Die CO₂-Zertifikate ziehen heute im Fahrwasser der Gaspreise leicht mit nach oben. Dabei gelang es dem Preis jedoch nicht, die Marke von 70 EUR/t nachhaltig zu überwinden – hier zeigt sich ein klarer technischer Widerstand. Besonders auffällig war ein starker Preissprung am späten Vormittag, der das allgemeine Kursniveau kurzfristig nach oben verschob. Nach Erreichen des Tageshochs folgte jedoch eine leichte Korrektur, die den Preis wieder unter die 70-Euro-Marke drückte. 

Spotmarkt und Allgemeines

  • Am heutigen Spotmarkt zeigt sich der Einfluss der Windkraft deutlich: In Deutschland steigt die erwartete Windstromproduktion von durchschnittlich 13,4 GW heute auf 22,7 GW am morgigen Tag. Diese Zunahme spiegelt sich unmittelbar im Preisgefüge wider – der durchschnittliche Day-Ahead-Preis für morgen fällt auf 61,62 EUR/MWh. Trotz kühler Temperaturen sorgt der höhere Windeintrag für Entlastung auf der Angebotsseite. Für die kommenden Tage erwarten die Modelle in Deutschland ein vergleichbares Preisniveau, wenngleich Prognosen noch mit Unsicherheiten behaftet sind. In Österreich hingegen bleibt der Spotpreis weiter hoch, morgen mit ein wenig mehr Wind im System bei 95,87 EUR/MWh.